Der deutsche Titel „Gefühle und Verstand“ trifft es ziemlich gut! Vor allem bei Boone geht es um diese beiden Dinge.
Außerdem stellt dieser Titel schon eine „kleine Version“ von „Man of Faith, Man of Science“ dar. Die Gefühle stehen für Faith und der Verstand für Science. Also wird schon hier Stellung zu einem großen Konflikt innerhalb von Lost bezogen.
„We're hunting, alright?“
Boones Geschichte ist in seiner ersten eigenen Folge eigentlich ziemlich nebensächlich!
Er behauptet nur, dass er und Locke jagen würden, was aber nicht der Fall ist. Sie sind noch immer mit der Luke beschäftigt, wissen aber nicht, wie sie diese öffnen können. Trotzdem sagt Locke über die Luke „What we're doing here is far more important. Right now, this is our priority.“
Boone möchte seiner Stiefschwester Shannon davon erzählen, woraufhin Locke ihn fesselt und mit Hilfe von Drogen eine kleine Erfahrung verpasst.
„I'm doing this, Boone, because it's time for you to let go of some things. Because it's what's best for you. And, I promise, you're going to thank me for this later.“
Boone muss also los lassen. Genau das, was am Ende von Lost alle tun müssen. Die große Botschaft, die uns Zuschauern vermittelt wird, wird bereits hier deutlich angesprochen.
Weiß Locke mehr, oder sagt er das nur so? Ich glaube auch jetzt nicht, dass Locke in irgend einer Form besessen ist und deshalb mehr weiß. In dieser Folge sagt er ja auch, dass er bei den Pfadfindern war, also ist klar, dass er sich schon früh für die Natur interessiert hat. Wenn er diese Kenntnisse vertieft hat, ist es gut möglich, dass seine Erfahrungen ausreichen um Tiere zu jagen, das Wetter vorher zu sagen und all diese schlauen Dinge zu wissen, die er den Losties immer mal wieder mitteilt.
Ein weiterer Punkt, der dagegen spricht, dass Locke nun beinahe allwissend ist, auch er weiß nicht, wie er die Luke öffnen soll. Letztendlich ist es auch nicht John, der die zündende Idee dafür hat.
Jedenfalls soll sich Boone von Shannon lossagen. Dies soll geschehen, in dem ihm vorgegaukelt wird, dass sie stirbt.
Ich muss zugeben, dass Shannons „Tod“ schon schockierend war! Jedoch lebt sie noch und flirtet gemütlich mit Sayid.
Boone beschwert sich zunächst über die Behandlung von Locke, doch dieser antwortet „I gave you an experience that I believe was vital to your survival on this island.“. Durchaus lustig, da Boone bald wegen Locke sterben wird!
Zu guter Letzt drückt Locke Boone noch einmal „Time to let go.“ rein und beide gehen.
Kurz und Knapp
Locke gibt Sayid einen Kompass, wodurch dieser feststellt, dass Norden nicht im Norden ist! Hier werden schon die elektromagnetischen Besonderheiten der Insel angedeutet
Sun legt einen Garten an und verrät unabsichtlich ihre Englischkenntnisse.
Hugo will sich Respekt bei Jin verdienen, welchen er in Form eines „fertigen“ Fisches bekommt. Nebenbei sorgen die beiden noch für einige Lacher „You need to pee, pee on it. Pee on my foot. I'll lose my foot if you don't. Just pee! Pee on it! Pee on-“
Fazit
Der Hauptprotagonist gerät ins Hintertreffen und spielt praktisch die langweiligste Rolle in dieser Folge! Die Kleinigkeiten, die in Zusammenhang mit den anderer Losties passieren, sind wesentlich interessanter und treiben die Handlung ein wenig voran.
4/10
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