Donnerstag, 15. Juli 2010

Butterfly Effect (Dominic)

Mir persönlich fällt es sehr schwer meinen Lieblingsfilm zu benennen, da die Filme einfach so unterschiedlich sind und jeder seine Stärken und Schwächen hat. Was ich aber sagen kann ist, dass ich nach keinem Film so...ja, fasziniert, geschockt, nachdenklich und begeistert war wie nach „The Butterfly Effect“!


Beim ersten Mal, als ich den Film geschaut habe, war ich Anfangs sehr skeptisch und habe ehrlich gesagt nicht so wirklich verstanden, um was es in dem Film gehen soll. Ein kleiner Junge, der immer mal wieder einen Blackout hat und nicht weiß, was währenddessen passiert ist. Zu Beginn ist die Story recht konfus und besitzt keinen roten Faden (zumindest, wenn man nicht weiß, was noch kommt).

Schreckliche Dinge passieren in Evans Leben. Meistens zu Zeiten, wenn diese Dinge passieren hat er einen seiner Blackouts. Das lässt mich vermuten, dass diese vielleicht mit Stresssituationen zusammenhängen.


Für den „Erstgucker“ machen die Blackouts erst so langsam Sinn, wenn man von Evans Vater hört, dass auch er diese „Krankheit“ hatte und davon redete, die Vergangenheit verändern zu können.

Genau das versucht auch Evan, nachdem sich Kayleigh nach einer Begegnung mit ihm umbringt.

Er liebt sie und möchte ihren Tod ungeschehen machen.

So beginnt für Evan ein Weg der „Fehlentscheidungen“ und des Leids. Jede seiner Handlungen in der Vergangenheit hat extreme Auswirkungen auf die Gegenwart! Oftmals geht es zwar irgendwem besser, dafür muss aber ein Anderer leiden. Sogar Evan wird nicht verschont. Als es scheinbar allen gut geht, ist er der Leidende, der keine Arme mehr hat und anscheinend auch querschnittsgelähmt ist. Außerdem ist seine Mutter an Krebs erkrankt, da sie das Kettenrauchen angefangen hat.

Immer wieder versucht Evan die Vergangenheit erneut zu ändern und versucht dafür zu sorgen, dass all seine Freunde glücklich und zufrieden leben können.

Zuletzt nutzt er nicht seine Tagebucheinträge, da seine Tagebücher garnicht mehr existieren, sondern einen Film, um in die Vergangenheit zu reisen. Er beschließt dafür zu sorgen, dass Kayleigh

zu ihrer Mutter ziehen wird. Da sie ihm vorher mitteilte, dass sie nur seinetwegen bei ihrem schrecklichen Vater geblieben ist, macht er ihr als Kind Angst und die beiden werden niemals Freunde sein.

Viele Jahre später begegnet Evan Kayleigh zufällig auf der Straße. Man sieht, dass es beiden gut geht und Evan es also letztendlich geschafft hat. Dass er sich an Kayleigh erinnert ist nicht sonderlich verwunderlich, aber auch sie dreht sich kurz nach ihm um und scheint eine kleine Ahnung zu haben (oder aber sie findet ihn nur heiß und schaut deshalb^^).


Es gibt noch zwei weitere Enden, die ich sehr interessant finde:


  1. Evan spricht Kayleigh am Ende an und beide trinken noch einen Kaffee

    → das ist zwar positiv, aber mir gefällt das oben genannte Ende besser, da es offener ist und das Loslassen von Evan noch besser zur Geltung bringt

  2. Evans Mutter ist im Krankenhaus und es gibt Komplikationen bei der Geburt, die Nabelschnur hat sich um den Hals des Kindes „gewickelt“.

    Offensichtlich kam Evan zu dem Schluss, dass sein Tod alles lösen würde.

    Hinzuzufügen ist hier noch, dass es während des Films schon Änderungen gibt:

    Evan war mit seiner Mutter bei einer Wahrsagerin, die ihm sagt, dass sein Leben ein einziger Fehler ist, da er keine Lebenslinie besitzt. Von seiner Mutter erfährt er außerdem, dass sie vor ihm schon zwei Fehlgeburten hatte.

    Diese Umstände haben wohl dazu geführt, dass auch Evan an einen Selbstmord denkt.

    Der Film endet dann damit, dass sich Evans Mutter nach der dritten Fehlgeburt von ihrem Mann scheiden lässt, einen neuen heiratet und mit diesem „gesunde“ Kinder hat, was darauf schließen lässt, dass Evan die „Krankheit“ von seinem Vater vererbt bekommen hat.

    → Dieses Ende wäre sehr krass, da es den Tod des Hauptdarstellers mit sich bringt.

Ich würde es schon fast zu übertrieben finden, daher tendiere ich auch hier eher zum gezeigten Ende.



Es sind die Botschaften, die diesen Film immer wieder aufs Neue sehenswert machen.


- Jede Handlung im Leben hat Konsequenzen für einen selbst, vor allem aber auch für seine Umwelt. Nichts ist bedeutungslos.

Jeder wird sich wohl schon mal gedacht haben „Hätte ich das doch damals anders gemacht“. Ich denke, dass man sich so etwas nach diesem Film nochmal überlegt, da man nicht weiß, ob man dann noch da wäre, wo man nun ist.

Ist man zufrieden, wird man nichts ändern wollen, aber geht es einem (oder den Freunden, der Familie) schlecht, wird man wohl noch immer darüber nachdenken. Aber auch in dieser Situation wird man sich genau überlegen, was man ändern würde und welche Konsequenzen das haben kann. Aus Angst davor, dass es läuft wie bei Evan und man alles nur noch schlimmer macht, wird man es wohl sein lassen.


- Manchmal ist es besser, wenn man loslassen kann.

Evan lässt Kayleigh los, damit sie beide ein angenehmes Leben führen können.

Man sollte im Leben nicht immer an Dingen festhalten, manchmal ist es besser, wenn man loslässt, für beide Seiten. So ist es beispielsweise besser für beide Partner, wenn man eine Beziehung beendet, die nicht mehr wirklich „funktioniert“. Beide sind dann wieder „frei“ und haben die Chance darauf, eine neue Beziehung einzugehen, die sie glücklicher macht.



Ich werde diesen Film jedem Empfehlen, der mich danach fragt. Ganz im Gegensatz zum miserablen zweiten Teil!


10/10

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