Dienstag, 16. November 2010

96 Hours (Nadine)

96 Hours

Ich kannte gar nichts vom Film und ging daher ganz neutral an diesen heran. Der Trailer hat einiges Versprochen: Vor allem Action. Ein Grund den Film anzusehen.


Kurz zum Inhalt:
Bryan Mills, ehemaliger Topagent der Regierung, hat sich nach Los Angeles zurückgezogen, um in der Nähe seiner Ex-Frau Lenore und ihrer gemeinsamen Tochter Kim zu wohnen. Vergeblich bemüht er sich um Kontakt zu der verwöhnten Siebzehnjährigen, die in einer Welt des Luxus lebt, seit Lenore einen reichen Geschäftsmann geheiratet hat.
Unter dem Druck von Lenore stimmt Bryan einer Europareise seiner Tochter zu. Kim fliegt mit ihrer Schulfreundin nach Paris, wo die beiden Teenager kurz nach ihrer Ankunft in die Fänge von Menschenhändlern gelangen, die systematisch die Aufenthaltsorte junger Touristinnen sondieren.
Bryan muss das brutale Kidnapping am Telefon hilflos mit anhören. Ihm bleiben nur 96 Stunden, seine Tochter aus den Fängen der international operierenden Schlepperorganisation zu befreien, bevor sie für immer verschwindet...



Meine ''Kritik'':
Die ersten Minuten fingen relativ langweilig an und natürlich kam die richtige Action erst als Kim entführt wurde. Und genau dort kam die erste krasse Szene vom Film für mich: Kim folgt den Anweisungen von ihrem Vater und versteckt sich unters Bett. Ihr Vater ist dort schonungslos ehrlich zu ihr und sagt ihr ganz ruhig dass sie mitgenommen wird. Dank weiteren Anweisungen konnte Kim ihrem Vater helfen einen Grundstein zu legen, dass er nach ihr Suchen kann.
Die Suche nach Kim hatte eine – wie ich finde – sehr bedrückende Atmosphäre. Vor allem immer dann wenn Bryan in Kontakt mit den Mädchen gekommen ist. Die Folterszene mit Bryan und einem der Entführer war sehr krass und die berühmten Folterszenen aus der Serie ''24'' sind dagegen ein Witz.
Die für mich krasseste Szene ist die, als Bryan seine Kim wiedersieht, als sie verkauft wird. Sein Handeln dort, dass er den Kerl in der Box dazu zwingt Kim zu kaufen war verständlich. Allerdings war er dannach viel zu unvorsichtig und daher war es klar, dass er dort eiskalt erwischt wird und zum ersten mal aufs Kreuz gelegt wird.
Insgesamt fand ich den Film allerdings ein wenig übertrieben. Übertrieben, weil Bryan seine One-Man-Show ohne mit der Wimper zu zucken durchzieht und eigentlich immer ohne große Schwierigkeiten sein Ding durchzieht. Vor allem die Szene, in der er sich als Polizist ausgegeben hat und einen der Entführer enttarnt. Klar, Bryan war ein Agent der Regierung, aber das er alleine 4-5 Männer ausschaltet ist schon ein wenig übertrieben wie ich finde.
Das Ende, als Ryan den ''Käufer'' kaltblütig erschießt war klar. Er kümmert sich auf der Suche einen scheiss um seine Wiedersacher, also wird er dem ''Käufer'' sicherlich nicht anders gegenübertreten.


Fazit
Eine One-Man-Show wie man sie nur von Jack Bauer kennt. Gut umgesetzt, auch wenn man hin und wieder leichte Bedenken hat wie einfach das alles geht.


Rating: 7/10

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